Allgemein

Ismus

Racism – we don’t want it here
Sexism – we don’t need it here
Fascism – we don’t want it here
Keep that ism out of my ear
Terrorism – we don’t want it here
Leftism – we don’t need it here
Fakeism – we don’t want it here
We don’t want it we don’t need it

Songtext von ISMS – Dog Eat Dog

Er ist mitten in der Gesellschaft angekommen. Der Ismus in jeglicher Form. Früher verpönt, inzwischen toleriert. Doch auch wenn wir Toleranz predigen, haben diese Dinge inmitten unserer Gesellschaft nichts verloren. „Das wird man wohl noch sagen/machen dürfen“ ist mit einem klaren „Nein“ zu beantworten!

Seit Jahren bemerkt man, dass diese Grenzen, die man selbst schon immer hatte, rigoros und ohne mit der Wimper zu zucken, überschritten werden. Die BILD-Zeitung hetzt seit Jahren und die AfD hat die hetzerischen Worte salonfähig gemacht.

Die Worte, die man hier oft findet, sind „Kindergarten“ oder „wie kleine Kinder“. Aber nein, bei uns im Kindergarten und bei kleinen Kindern geht es deutlich gesitteter zu. Auch wenn das bitterböse Zeigen auf die linke Antifa einfach nur hirnrissig und unsinning ist, reicht es, um den Fokus von dem rechten Kot abzulenken.

Antifa bedeutet Antifaschist, und das müssen wir alle sein.

Aber was hat das mit Fußball zu tun?

Auch die Fans in den Stadien und in den Kurven repräsentieren die Gesellschaft. Egal ob Antifa, Nazi, AfD-Wähler, Rassist, Feminist, Homosexuell, sie alle feuern ihren Verein an und gehen ins Stadion.

Dies ist per se kein Problem. Wenn man sich aber organisiert und den oben genannten Ismus, der gegen jede Vereinskultur verstösst, offen durch Taten oder Worte auslebt, muss man als Gesellschaft deutlich dagegen halten.

Es kann nicht nur die Sache des Vereins sein, diese Strömungen zu unterbinden. Nein, es muss auch von denen im Stadion kommen, die diese Offenheit und Toleranz noch ausleben! Wir Fans sind dazu aufgerufen, laut zu werden gegen alle Formen des Ismus und unsere offenen Werte zu verteidigen!

Von der „Selbstreinigung“ der Kurve wird oft gesprochen. Als kleiner Fan ohne Organisation schaut man hoffnungsvoll zu den großen Ultra-Gruppen, doch leider sieht man kaum etwas.

Was kann man nun tun?

Als einzelner Stadiongänger kann man die Augen und Ohren offen halten. Dazwischengehen, laut werden oder melden sind die drei Möglichkeiten. Es kommt eben darauf an, was passiert und wie die eigene Einschätzung der Situation ist.

Wird eine Frau offen angegrabscht oder sexuell belästigt, geht auf die Frau zu und helft ihr. Sexismus und Rassismus ist leider schon alltäglich, ob gegen Stadionbesucherinnen…

… oder gegen Spieler und Offizielle:

Ich persönlich musste auch schon dazwischen gehen, wenn Idioten die Chance des „Sieg“-Rufes in der Kurve nach einem Sieg nutzen, um ein „Heil“ hinterherzurufen. Ich wurde laut und bekam Zuspruch von allen Seiten.

Viele trauen sich oft nicht, laut zu werden, doch es sind genügend Menschen um dich herum, die mit dir laut werden wollen. Es bedarf nur jemand, der damit anfängt. #WirSindMehr

Ein Appell

Liebe Ultra-Gruppen und Vorsänger, liebe Stadiongänger/innen!

Fokussiert euch auf den Support der Mannschaft und lasst die Gesänge und Rufe, die andere diffamieren oder erniedrigen. Dazu zählen aus meiner Sicht auch die Haßtiraden gegen Badener.

Es wird oft nicht ernst genommen, was man da singt, aber manche nehmen es ernst. Den Aufruf, das „eigene Volk“ zu verteidigen, welcher von der AfD ausging, hätte man auch belächeln müssen. Leider gibt es trotzdem intelligenzschwache Personen, die das in die Tat umsetzen.

Hier muss aus der Kurve und von allen Stadiongänger/innen die richtige Antwort kommen. Auf alle Formen des Ismus!

Denn je früher wir anfangen, desto besser können wir dem entgegenhalten. Macht es wie alle Fans (Heim wie Gast) beim Spiel von Preußen Münster gegen die Würzburger Kickers: https://www1.wdr.de/sport/fussball/dritte-liga/preussen-muenster-wuerzburger-kickers-kwadwo100.html.

Lasst uns unsere offenen Werte nicht verlieren und äußert sie laut und entschieden!

How you say you hate me and you’re not ashamed
It’s just insecurity that’s causing you pain
Well if you can’t get past that we are not the same
Then realize that ism is a part of the blame

Songtext von ISMS – Dog Eat Dog

VfB Fan seit Ewigkeiten, Mitglied seit 2005, DK-Inhaber seit 2011. Initiator der VfB #Saisonspende

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